Aus der Geschichte von Łeba

Die erst geschriebene Erwähnung über die am linken Ufer des Flusses Łeba gelegene Fischersiedlung stammt ca. aus dem Jahre 1282. Als die Siedlung aufgebaut wurde, gehörte sie sicherlich einem Familienglied des Geschlechtes der Święce, die ihre Macht an der Wende zum 14.Jahrhundert in dem Teil Pommerns behauptete. Im Jahre 1309 beherrschten die Kreuzritter Łeba und das gesamte Pommern. Sowohl die Kreuzritter als auch des Geschlechtes der Święce blieben dank des Stadtwappens unvergesslich. Im Wappen befindet sich ein fischartiges Tier, das Wappen des mächtigen Geschlechtes der Święce, sowie ein Kreuz - Symbol des Deutschen Ritter Ordens. Die Elemente kann man auch im Siegel der Stadt finden, die damals Lebemünde genannt wurde. Der Siegel wurde angefertigt, nach dem der Kommandant  von Gdańsk (Danzig), Wilhelm von Baldersheim, im Jahre 1357 Łeba das Stadtrecht (Lübecker Recht) verliehen hatte. Der Siegel, der jahrhunderte gebraucht wurde, hat das Stadtwappen verewigt. Die Kreuzritter verloren die Macht über Łeba endgültig nach dem 30-jährigen Krieg. Im Jahre 1466 gemäß Beschlüsse des Thorneer Friedensvertrages  - wurde die Stadt wieder an den polnischen Staat angeschlossen, aber nach einigen Jahren ging sie ins Lehen der Pommerschen Herzöge über. In den Jahren 1558 bis 1570 wurde Łeba an das östliche Flussufer verlegt, an dem es sich bis heute befindet. Dies geschah wegen großer Zerstörungen, die durch zahlreiche Stürme sowie der Wanderdünen verursacht wurden. Nachdem der letzte Pommersche Herzog Bogusław der X. ohne Nachkommen gestorben war, wurde das Land Lębork (Lauenburg) im Jahre 1637 für eine kurze Zeit an Woiwodschaft (Amtsbezirk eines Woiwoden) Pommern angeschlossen. Im Jahre 1657 wurde das Land aufgrund von Verträgen zu Welawa und Bydgoszcz als Erblehen an Brandenburg verliehen. Erst mit dem Bau der Verbindungsstraße im Jahre 1869 nach Lębork, den Ausbau der Flussmündung und des Hafens und deren Eröffnung im Jahr 1889 sowie die Eisenbahnverbindung im Jahre 1899 erbrachten Łeba den lang ersehnten wirtschaftlichen Aufschwung. In den Jahren 1904 bis 1906 baute Maximilian Nitsche, ein in Łeba ansässiger Hotelier und Gründer der bekannten Segelflugschule auf den Dünen ein Kurhaus. Schnell wurde Łeba zum beliebtesten Bade- und Erholungsgebiet an der Ostseeküste dies hat noch heute bestand.


 

default-2