Słowiński Nationalpark und die weißen Wanderdünen von Łeba

 

Zwischen dem Meer und dem Nordufer vom See Łebsko erstreckt sich das Gebiet der Wanderdünen, die eine imposante Naturerscheinung des Słowiński Park Narodowy (Słowiński Nationalpark) sind. In dem außergewöhnlichen Gebiet mit zahlreichen Erhebungen und Täler, die der Dünensand geformt hat, ragen aus den enormen Sandmassen die Überreste der verstorbenen Bäume hervor. Sie haben auch mal gelebt, bevor sie der Sand mit zugedeckt hat.

 

So hat der polnische Dichter Franciszek Fenikowski die Landschaft in seinem Gedicht ausgedrückt:

 

„W dzień tu fale wzdymają się piasku,

 

sosny-leśne rozbitki - w nich toną,

 

z wydm topieli, w bezlitosnym blasku

 

gałęziami wołają czerwono.“

 

Die Worte von Franciszek Fenikowski kann man poetisch ungefähr so übersetzen.

 

„Am Tage versinkst du in Sandwellen vollkommen,

 

Wie Kiefern - „Waldbrüchige“ - die schon lange sterben.

 

Der Flut versuchten auch sie zu entkommen.

 

Mit Rufen um Hilfe - auch sie sterben werden!“

 

Die wandernden Sandmassen bilden ungeheure und atemberaubende Bilder. Die Landschaft voll von bizarren Hügeln, Abhängen und anderen Formen scheinen beinahe unrealistisch zu sein. Die Spuren der wilden Tiere, die in den Dünen und Wäldern leben, sind auch nicht zu übersehen. Und das alles auf einem schmalen Bodenstreifen, der sich von Łeba weiter nach Westen bis Smołdzino erstreckt, wo auch die westliche Grenze des Słowiński Naturschutzpark ist. Das einmalige Mikroklima, des dritt größten Sees Polens - der See Łebsko , die Dünen und Flora und Fauna sind Faktoren, die dazu geführt haben, dass der Park im Jahr 1977 durch die UNESSCO in das Buch der Weltbiosphärenschutzgebiete eingeschrieben worden ist.


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